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Mittwoch, 11. Februar 2009

Vergebung der Sünden - Kreuz des Friedens

Passionsandacht 20.02.1991

Das entscheidende Wort in diesem Gottesdienst sagt Jesus selbst:
"...Trinket alle daraus; das ist mein, Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden..." Mat. 26,27f (Luther, 1956)

In neuerer Übersetzung:
"... Trinket alle daraus, das ist mein Blut, das für alle Menschen vergossen wird zur Vergebung ihrer Schuld. Mit ihm wird der Bund besiegelt,
den Gott jetzt mit den Menschen schließt ..." ("Bibel in heutigem Deutsch", BHD, 1982)

Das Entscheidende an dieser Aussage ist die Feststellung, daß von Gott her die Schuld der Menschen gelöscht, aufgehoben wird. Mit dem Blut Jesu Christi wird ein neuer Bund geschlossen, ein Bund, der die Menschwerdung Gottes zur Grundlage hat - Gott als Mensch, ein leidender und sterbender Mensch.
Er macht uns frei vor Gott - und kein Mensch, keine Kirche, keine Institution darf uns mehr einreden, daß wir unsere Schuld, die Schule unserer Väter und Vorfahren vor Gott abbüßen, daß wir sie immer von neuem tilgen müssen.
Der Apostel Paulus hat den Korinthern diesen Tatbestand mitgeteilt mit den Worten:
"...Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich und rechnete ihnen ihre Sünde nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung ..."
2.Kor.5,19
Mit diesem Apostelwort von der Versöhnung begannen in diesem Jahr die Ansprachen in den Passionsgottesdiensten in unserer Gemeinde. Ich bin dankbar dafür, daß gerade in diesem Jahr 1991 die Passionsgottesdienste mit dem Wort von der Versöhnung begonnen haben - in Monaten, in denen überall Menschen und Völker einander die Schuld und die Sünden ihrer Väter und Vorfahren vorwerfen.
Heute hören wir Worte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Christen in Korinth:
"... das Wort vom Kreuz
ist eine Torheit denen,
die verloren werden;
uns aber, die wir selig werden,
ist's eine Gotteskraft ...
... die Juden fordern Zeichen,
und die Griechen fragen nach Weisheit,
wir aber predigen den gekreuzigten Christus,
den Juden ein Ärgernis
und den Griechen eine Torheit."
1 . Kor. 1,18 - Luther '84 -

Auch hier will ich dem Luther-Text eine moderne Übertragung gegenüber stellen:
„...Die Botschaft, daß für alle Menschen am Kreuz die Rettung vollbracht ist, muß denen, die verlorengehen, als barer Unsinn erscheinen. Wir aber, die gerettet werden, erfahren darin Gottes Kraft.
Gott hat doch gesagt:
'Ich will die Weisheit der Weisen zunichte machen
und die Klugheit der Klugen verwerfen.'..."
1. Kor. 1,18 - BHD, 1982 -

Für die Zeitgenossen des Apostels ist es undenkbar, daß ein Gott armselig ist, leiden muß und den schmachvollen Tod eines Verbrechers stirbt. Wer das für möglich hält und es sogar darüberhinaus als ein Zeichen für die Stärke dieses Gottes ansieht, der hat entweder nicht mehr alle Sinne beisammen oder er will den einen, den allmächtigen Gott beleidigen, den Gott, der hoch über allen Menschen steht. Ich denke, daß wir uns gut in diese Vorstellungswelt hineinversetzen können.
In unserer Zeit dagegen, im Jahre 1984 , kann der jüdische Philosoph Hans Jonas von einem Gott sprechen, von einem Gott, der sich sorgt - nicht fern und losgelöst als Herr der Geschichte -, sondern verwickelt in das worum er sich sorgt. Vor dem Hintergrund der Erfahrung der Juden mit dem Holocaust im Dritten Reich, bei dem auch seine Mutter im Vernichtungslager Auschwitz getötet wurde, erkennt Jonas, daß Gott ein gefährdeter Gott ist, ein Gott mit eigenem Risiko. Das ist dann kein allmächtiger Gott mit absoluter, unbegrenzter, göttlicher Macht mehr.
Für Jonas ist deutlich: Im Zulassen menschlicher Freiheit liegt ein Verzicht auf göttliche Macht. Nachdem er sich ganz in die werdende Welt hineinbegab, hat Gott nichts mehr zu geben. Jetzt ist es am Menschen, zu geben.
(Hans Jonas in "Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme", Frankfurt/Main. Suhrkamp. st 15 1987. 49 S.)

Mit der Vollendung seines Schöpfungswerkes hat dieser Gott die Schöpfung sich selbst überlassen und begleitet ihren Gang leidend, werdend, sorgend und immer von neuem gefährdet - ein Gott, der sich freiwillig seiner Allmacht entäußert. Soweit eine jüdische Stimme, heute. Mir ist, als sei hier viel vom Wesen Christi erlebt und beschrieben; dennoch fehlt das Wichtigste: die Erlösung.
Die Griechen stehen damals für den Stand der Wissenschaft ihrer Zeit. Sie setzen auf Erkenntnis - und können deshalb die Botschaft vom Kreuz nicht verstehen. Heute dagegen ist Wissenschaft durchaus vereinbar mit dem Glauben an einen leidenden und geschundenen Gott. Die Arbeit - nicht zuletzt an den weltzerstörenden Atomwaffen - hat gerade vielen Wissenschaftlern die Augen geöffnet. Natürlich gibt es auch heute noch Wissenschaftler, die jeden Glauben ablehnen und die Existenz jeden Gottes bestreiten. Das ist ihr persönlicher Glaube -das ist nicht mehr die letzte Konsequenz wissenschaftlicher Erkenntnis.
Dennoch erheben sich immer mehr Stimmen gegen diese Botschaft vom Kreuz - und das treffendste Argument zielt auf die Boten selbst, die häufig ganz offensichtlich keine Ahnung haben von diesem leidenden, sorgenden Gott, sondern die Macht dieser Welt in ihre Hand nehmen und Verderben in diese Welt tragen und dabei noch Gott bitten, daß er sie selbst und ihre oft unschuldigen Handlanger vor dem Verderben schützen möge, das sie anderen - und oft noch unschuldigen - Menschen bereiten. Ich hätte kaum daran gedacht, daß das am Ende dieses Jahr-hunderts in einem solchen Ausmaße möglich sein könnte, wie es jetzt geschieht. Diese Menschen mögen sich Christen nennen, aber die Gottes kraft, von der Paulus spricht, gewinnen sie nicht aus der Botschaft
vom Kreuz.
Im Zusammenhang mit dem Golfkrieg sind die Deutschen ins Gerede gekommen: "Feiglinge", "Schlappschwänze" hat man sie genannt (als ein Beispiel für viele der Bericht von Reinhart Hacker "In England wächst der Unmut über Deutsche. ‚Feiglinge’ als Partner" in KÖLNER STADT-ANZEIGER. 26 vom 31.01.1991).
Die Friedensbewegung in Deutschland wird von vielen Kräften getragen - nicht von allen lassen sich die Motive eindeutig benennen. Die von Christen und den christlichen Kirchen getragener Friedensbewegung lebt ganz bewußt von der Entscheidung für die Botschaft von der Versöhnung dieses leidenden und gefährdeten Gottes. Der Welt erscheinen sie auch heute noch als Toren, als Unvernünftige, als Träumer von einer besser Welt. Ihnen fehlt die Solidarität mit den Realisten, der Blick für die Wirklichkeit, in der wir leben. Daran ist etwas Wahres. Für mich sind die Demonstranten Sinnbild für das Gewissen - gerade der Menschen im neu gewonnenen Deutschland. Die Politiker dagegen müssen die Kunst des Möglichen ausrichten in dieser Welt.
Wie wir selbst oft nicht der Stimme unseres Gewissens folgen, so gelingt das auch christlichen Politikern nicht. Auch für sie gilt das Wort des Präses unserer evangelischen Kirche im Rheinland, Peter Beier, daß man oft nicht mehr zwischen gut und böse die Wahl hat, sondern nur noch zwischen mehr oder weniger böse (nach "Krieg ist stets der Konkurs der Politik« in KÖLNER STADT-ANZEIGER 28 vom 02./03. Februar 1991). Mich läßt diese Aussage hoffen. Wir verhalten uns immer wieder lieblos oder streiten, wenn wir liebevoll oder friedlich miteinander umgehen sollten. Wenn wir das erkennen, dann können wir damit umgehen - besser, als wenn wir glaubten, wir seien die besseren Menschen. Es ist eben nicht so, daß die Christen die Gotteskraft gewinnen und die anderen alle verzweifeln. Es liegt an jedem von uns, ob er sich der Botschaft vom Kreuz öffnet und den leidenden, sich sorgenden, den gefährdeten Christus einläßt in sein Herz. Von daher kann dann jene Gotteskraft wachsen, von der der Apostel Paulus spricht.
Vor einiger Zeit sprach ich einmal davon, daß moderne Maler in eigenartiger Weise zwei verschiedene Ansichten in einem Bild vereinigen - so tut es etwa Pablo Picasso bei einigen seiner Portraits, in denen das Gesicht gleichzeitig von vorn und von der Seite dargestellt wird (z.B. Bildnis "Doris Maar", 1937, in Ingo F. Walther "Pablo Picasso", Köln, Benedikt Taschen Verlag. 1986, S.63).
So ist auch das Kreuz nicht nur Zeichen der Botschaft vom leidenden, gequälten, gefährdeten und zu Tode geschundenen Gott, sondern zugleich das Zeichen für die Auferstehung von den Toten, Zeichen für die Überwindung des Todes, Zeichen für die Versöhnung und für die allumfassende Liebe Gottes.
In Jesus Christus und durch sein Leben und Sterben, durch seine Auferstehung sind wir mit Gott versöhnt. Gott hat uns seinen Frieden gegeben, er hat mit allen Menschen durch Jesus Christus Frieden geschlossen. -
Vielleicht erscheint uns das heute selbstverständlich. Aber wenn wir daran denken, daß Jesus Christus auch für Saddam Hussein gelitten hat, gestorben ist und auferstand - dann wird uns deutlich, wie revolutionär diese Botschaft vom Kreuz auch heute noch ist.
Jetzt kommt es tatsächlich auf uns an, ob wir diesen Frieden annehmen können - und ob wir diesen Frieden auch untereinander in dieser Welt weitergeben und mit neuem Leben erfüllen können. -
Der Apostel schließt seine Botschaft über das Wort vom Kreuz mit den Sätzen:
Gott handelt gegen alle Vernunft –
und ist doch weiser als alle Menschen. Gott zeigt sich schwach –
und ist doch stärker als alle Menschen.
1 . Kor. 1,25 Amen
Lied
0 Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens
in Evangelisches Jugendgesangbuch - EJ - Gütersloh, 1974, Nr. eg 416
Materialien
Heinz-Dietrich Wendland "Die Briefe an die Korinther"
Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht.15.A.1980, S. 20 - 23 Das neue Testament Deutsch - NTD - Band 7

Montag, 29. Dezember 2008

Passionsandacht 16.2.1994

In der Lesung hörten wir zwei ganz unterschiedliche Berichte aus der frohen Botschaft nach Johannes. Beide sind uns sehr vertraut, weil wir sie in jedem Jahr mindestens einmal hören: Die Salbung Jesu in Bethanien durch Maria, die Schwester des Lazarus (Joh. 12, 1-11) und den Einzug Jesu in Jerusalem (Joh. 12, 12-19).
In den Passionsgottesdiensten pflegen die Prediger über einige Verse aus der Bibel zu sprechen. Heute möchte ich Sie einladen, sich auf die Botschaft beider Berichte einzulassen. Damit wir aber einige Anhaltspunkte haben, nenne ich zwei Sätze.
Aus dem Bericht über die Salbung:
"Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls." Joh. 12, 3
Aus den Bericht über den Einzug:
"Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!"
Joh. 12, 13
Als ich das erste Mal über die Salbung in Bethanien predigte, faßte ich das, was uns diese Geschichte zu sagen hat in zwei Sätze zusammen:
Wir sollen Gott lieben - und wir sollen unseren Mitmenschen lieben. Für einen Christen ist das nicht zu trennen. i
Ich fuhr dann fort:
Wir sollen diese Liebe zeigen. Das können wir wortlos tun, wie Maria es in unserer Geschichte tat. Aber wir können es auch in einem Wort sagen, das Gott, das unser Gegenüber hier auf Erden erreicht ... ." (Pass. Andacht am 8.2. 1978)
Das war vor 16 Jahren - in einer Passionsandacht zum gleichen Johannestext wie heute. Im Kern kann ich heute nur das Gleiche sagen. Die Botschaft Gottes ist viel zu einfach und zu wahrhaftig, als daß es vieler Wort bedürfte, um sie auszudrücken. Nicht Gott und nicht Jesus sind das Problem, wir selbst verschließen uns den Zugang zu dem, was Gott uns sagen will.
Am Bibelsonntag (20.01.94) habe ich gesagt, daß wir Schlüssel brauchen, um - jeder für sich - den Zugang zu Gottes Botschaft wieder zu finden. Ich habe gesagt, das könnten Worte der Schrift sein, die auf uns wirken, die uns in unserer aktuellen Lebenslage treffen. Das Wort des Nehemia ist nach meiner Überzeugung ein solches Wort. "Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke!" (Nehemia 8, 10)
Im neuen Gemeindebrief finden Sie es abgedruckt im zweiten Teil nach den Altersjubilaren und vor den Konfirmanden. - Vielleicht ist es tatsächlich eine hilfreiche Verbindung zwischen den Alten und den Jungen?
Es gibt aber noch andere Schlüssel, die uns den Zugang zu Gottes Botschaft aufschließen können. Das könnten z. B. Fragen sein, die uns bewegen und auf Kraftquellen in dem Glaubenszeugnissen der Bibel hinweisen. Von einer solchen Frage sprach ich am Bibelsonntag auch: Was die Freude an Gott aus uns machen könnte - oder als Frage direkt gestellt: Was könnte die Freude an Gott aus uns - aus Ihnen, aus mir, aus uns allen gemeinsam - machen?
Die Freude an Gott kommt aus der Liebe - die er uns bezeugt und die wir ihm wiederum bezeugen.
Aber was geschieht mit uns, wenn diese Freude uns erreicht?
Heute sind es Maria und das Volk in Jerusalem, die uns eine Antwort von vielen auf diese Frage geben können.
Maria handelt still, für andere unerhört verschwenderisch und voller Hingabe an die Person, die sie liebt. Ich weiß nicht, ob wir uns so konzentrieren könnten wie Maria. Sie hört und spürt nichts von der Unruhe um sie her - und wenn, dann nimmt sie diese nicht zur Kenntnis. Ja vielleicht hört sie nicht einmal Jesu Worte, mit denen er den beunruhigt fragenden und drängenden Jünger auf das kommende Geschehen hinweist: Laß sie in Frieden! Es soll gelten für den Tag meines Begräbnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. (Joh. 12, 7 + 8)
Vielleicht - ja wahrscheinlich ist ihr auch nicht bewußt, weshalb sie auf diese Weise Jesu Füße salbt. Sie tut es, weil sie es tun muß. Soweit wir es erkennen können, ist es eine Tat der liebenden Hinwendung zu Jesus.
Ist es dies, was die Freude an Gott aus uns machen kann?

Im zweiten Bericht geht es ganz anders zu. "Die große Menge", so heißt es (Joh. 12, 12) geht Jesus entgegen, nimmt Palmzweige und die Menschen rufen ihm zu: "Hosianna! Gelobt sei, der da kommt, im Namen des Herrn, der König von Israel". (Joh. 12,13)
Das sind nicht Worte, die ihnen so einfallen. Auch hier wäre es denkbar, daß die Menschen, die so rufen, nicht wissen, weshalb sie das tun und was dies bedeutet. Die Worte sind fester Bestandteil eines Einholungszeremoniells, mit dem der König begrüßt wird. "Hosianna!" bedeutet eigentlich "Hilf uns doch!" - Es ist bei uns weithin zu einem Jubelruf geworden. Ursprünglich galten diese Worte nur den weltlichen Herrschern, aber die Propheten haben schon verwiesen auf einen Messias, der Friede bringt und den Kriegsbogen (Waffen) zerbricht (vgl. Sach. 9, 9 ff). Unverkennbar bleibt aber die Freude. Und auf sie kommt es an - die laute, jubelnde Freude, die Festesfreude mit schmückenden Zweigen und Festumzügen.
Ist es dies, was die Freude an Gott aus uns machen kann?

Ich denke, Gott kann beides tun - uns still werden lassen zur konzentrierten Hingabe und dann wieder uns jubelnd, laut springend und singend durch die Straßen ziehen lassen, voller ausgelassener Freude.
Ich habe den Eindruck, die auslösenden und prägenden Motive für das Verhalten der Menschen liegen nicht in den handelnden Personen, sondern außerhalb - in beiden Fällen wenden sich die Menschen Jesus zu und konzentrieren sich auf ihn. Sie selbst werden vor ihm unwichtig und treten für sich selbst gern in den Hintergrund. Auch das kann die Freude am Herrn bewirken.

Ich könnte mir denken, daß es manchem von uns ähnlich geht wie mir. Die stille absolute Konzentration der Maria brächte ich ebenso wenig auf, wie die unbefangene jubelnde Freude der Menge, die Jesus entgegenzieht.
In einem Bericht über die Bedeutung der Person Jesu in seinem Leben stellt ein Pfarrer fest. An Jesus wurde zunehmend interessant, was er praktisch bei Christen bewirkt. (Volkmar Deile: "Starb Jesus in Auschwitz" in: Hartmut Weber (Hrsg.): „Was sagen die Leute, wer ich sei?" Stuttgart 1985, S. 85)
So dürfte es uns auch heute, zu Beginn der Reihe von sieben Passionsandachten gehen. Die Freude am Herrn läßt Passivität, läßt fromme Gefühle allein nicht zu. Sie führt zwangsläufig zu Veränderungen und zum Handeln - und sie tut das auf unterschiedliche Weise.
Wir können und wir brauchen uns selbst nun nicht am Handeln und Tun der Zeitgenossen Jesu zu messen. Aber wir können und sollen uns fragen, was das Geschehen der Passion in uns und mit uns in dieser Welt bewirkt.
Für heute ist dies der Sinn und der Auftrag der beiden Geschichten aus dem neuen Testament.
Amen

Prediger: Böhme, Leverkusen-Manfort

Materialien
Schulz,, Siegfried: "Das Evangelium nach Johannes", Göttingen,, Vandenhoeck & Ruprecht, 14. A., S. 163-165, NTD Bd. 4